PRESSESTIMMEN

Pfähle und Anker sorgen für dauerhafte Stabilität

Die Weimarer Firma Preuße & Rätsch Dreikant ist bis Ende Oktober mit der Sanierung des Brückenbauwerkes in der Robert-Koch-Straße befasst.

von Dirk Lorenz-Bauer, TA 06.09.2012 

 APOLDA. Voraussichtlich noch bis Ende Oktober haben Mitarbeiter der Baufirma Preuße & Rätsch Dreikant aus Weimar am Brückenbauwerk in der Robert-Koch-Straße zu tun.

Seit Monaten ist der Bereich für den Straßenverkehr gesperrt, nachdem ein Sachverständiger dies wegen des recht schlechten baulichen Zustandes angeraten hatte (TA berichtete mehrfach).

Derzeit laufen vor Ort die umfangreichen Sanierungsarbeiten auf vollen Touren. Zunächst wurde die alte Abdeckung über dem Wasserlauf entfernt. Dabei handelt es sich um ein etwa sechs Meter langes Gewölbestück. Nur ein schmaler Gewölbestreifen bleibt stehen. Er stellt künftig den optischen Abschluss an der Seite zum Busbahnhof dar.

Bereits in Stellung gebracht wurde nun ein Spezialbohrgerät, mit dem insgesamt elf Bohrpfähle in den oberen Bereich der nördlichen Natursteineinfassung versenkt werden sollen. Jeder von ihnen ist nach Auskunft von Bauleiter und Firmenchef Armin Rätsch 15 Meter lang. In drei Meter langen Einzelstücken, die miteinander verschraubt werden, kommen sie in den nächsten Tagen nach und nach in den Boden.

Vier der Pfähle wurden bereits gesetzt. Die noch aus dem Boden ragenden Endstücke werden später mit einbetoniert, so dass eine Auflagefläche für die neue Fahrbahnplatte aus Stahlbeton entsteht. Zweck der Pfähle ist es, die Last des Bauwerkes und der neuen Stahlbetonfahrbahnplatte abzufangen.

Neben der Sanierung der maroden Teile bestehe die Aufgabe darin, die historische Bausubstanz zu sichern, sagt Armin Rätsch. So erfolgt eine dauerhafte Stabilisierung der Natursteinwände per Erdvernagelung. Dazu werden 40 horizontale Anker mit je vier Meter Länge im Bereich vor der Unterführung gesetzt und mit Beton verfüllt. Zweck ist es, ein Abkippen der Natursteinwand ins Bachbett zu verhindern.

Laut Rätsch werden bei den Arbeiten gut zehn Tonnen Bewehrungsstahl und rund 50 Kubikmeter Beton verarbeitet.  
  

Finden Sie mehr zu folgenden Begriffen: