Mikropfahl

 

Mikropfahl: Pfähle mit kleinen Durchmessern zur Ausführung von besonderen geotechnischen Arbeiten (Spezialtiefbau);

gebohrt mit Schaftdurchmesser bis 300 mm,
eingebracht durch Rammen, Pressen oder Vibrieren mit Schaftdurchmesser bzw. Querschnittsbreite kleiner 150 mm

Die Gründung mit Mikropfählen ist eine Variante der Tiefengründung. Mit ihr können senkrechte Lasten von Bauwerken in tiefere, tragfähigere Bodenschichten abgeleitet werden. Bei Pfahlgründungen mit Mikropfählen werden Bohrpfähle mit geringem Durchmesser aus Stahl in den Baugrund gebohrt, bis ein ausreichend tragfähiger Boden- oder Gesteinsschicht erreicht wird.
 
Durch das Verpressen mit Zementmörteln wird ein Verbund mit dem umliegenden Erdreich hergestellt. Die aufkommenden Lasten werden dann durch die Mantelreibung des Pfahles mit dem Baugrund und über den Spitzendruck der Pfähle ins Erdreich abgetragen.
 
Auf den Pfahlköpfen wird eine mittragende Bodenplatte oder ein Lastverteilerbalken errichtet.
 
Einsatz:
  • bei Arbeiten unter schwer zugänglichen und beengten räumlichen Bedingungen;
  • bei Neugründungen von Tragwerken (hauptsächlich bei sehr ungleichmäßigem Boden oder Fels);
  • zur Erhöhung der Tragfähigkeit bestehender Tragwerke als Bewehrung um Lasten in den Baugrund abzuleiten, beispielsweise bei Unterfangungen;
  • bei Herstellung von Stützwänden;
  • als Baugrundbewehrung

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