Litzenanker

 

Litzenankersysteme werden für unterschiedliche Anwendungen im breiten Spektrum der Geotechnik eingesetzt.

Litzenanker bestehen aus drei Haupteilen:

dem Stahlzugglied (Litzen), dem Ankerkopf und dem Verpresskörper.
Das Stahlzugglied wird in ein Bohrloch von ca. 80-150 mm Durchmesser eingebaut und am erdseitigen Ende durch Einpressen einer schnell erhärtenden Zementsuspension kraftschlüssig mit dem umgebenden Fels/Erdreich verbunden. Nach dem Erhärten des Verpresskörpers werden die Anker mittels hydraulischer Pressen vorgespannt. Die Kräfte werden vom Bauwerk über dem Ankerkopf in das Stahlzugglied und dort über den Verpresskörper in das Erdreich übertragen. Die, durch das Vorspannen, erzeugte Ankerkraft wirkt aktiv auf das verankerte Bauteil oder den verankerten Erdkörper.

Bei den Litzenankern wird unterschieden zwischen Temporärankern und Permanentankern:

Temporäranker haben für die vorgesehene Einsatzdauer von maximal 2 Jahren einen ausreichenden Korrosionsschutz.
Bei Permanentankern sind die Korrosionsschutzmaßnahmen ungleich aufwendiger als bei Kurzzeitankern (doppelter Korrosionsschutz). Daueranker sind während der vorgesehenen Funktionsdauer, die derjenigen von Bauwerken aus Stahl oder Stahlbeton entspricht, mindestens 80 bis 100 Jahre gegen Korrosionsschäden zu schützen.

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