Kleinbohrpfahl [Verpresspfahl]

Kleinbohrpfahl: Verpresspfahl (auch Wurzelpfahl oder Stabverpresspfahl)

Pfähle mit kleinem Durchmesser (d 100 mm – 300 mm), die ein durchgehendes Tragglied aus Stahl oder Litze besitzen

Kleinbohrpfähle, nach der DIN 4128 Verpresspfähle, unterscheiden sich gegenüber anderen Pfählen durch den Durchmesser, der maximal 30 cm beträgt. Kleinbohrpfähle werden für unterschiedliche Anwendung eingesetzt. Sie decken den Bereich zwischen Standardpfählen und Verpressankern ab.

Vorwiegend finden sie Verwendung bei der Nachgründung oder Lagekorrektur von Gebäuden. Vorteilhaft dabei ist der geringe Bohrdurchmesser, der den Einsatz kleiner Geräte ermöglicht. Mit kompakten Bohrgeräten werden die Pfähle auch unter beengten Verhältnissen, z. B. in Kellerräumen mit Arbeitshöhen ab ca. 2 m, hergestellt. Die Pfähle werden verrohrt gebohrt, vereinzelt auch gerüttelt oder gerammt. In die Verrohrung wird als Tragglied ein Vollstab, ProfilstahlStahlrohr oder ein kleiner Bewehrungskorb eingestellt. Zur Herstellung des Schaftes wird beim Ziehen der Verrohrung die Bohrung einschl. Tragglied mit Beton oder Zementmörtel verpresst, wodurch die Kraftübertragung zum umgebenden Baugrund erreicht wird.

Der Boden wird durch das Einbauverfahren nur minimal gestört.

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